12.12.2009
Dröscher-Preis ging nach Köthen
Was für Hollywoodstars der Gewinn des Oscars ist, ist für ein SPD-Mitglied der Gewinn des Dröscher-Preises. Mit dem "Wilhelm-Dröscher-Preis" hält die SPD das Andenken des Sozialdemokraten Wilhelm Dröscher lebendig, der 1946 in die SPD eintrat, Landtags- und Bundestagsabgeordneter, Schatzmeister und Präsident der Europäischen Sozialisten war. Er starb am 18. November 1977 während des Bundesparteitages in Hamburg.Zum vergangenen Bundesparteitag in Dresden wurden 39 Aussteller eingeladen, ihre Projekte in vier verschiedenen Rubriken zu präsentieren.
Darunter gab es auch zwei Auftritte aus Sachsen-Anhalt. In der Rubrik „Lebendige Demokratie“ traten der OV Köthen zusammen mit der AWO an und präsentierten gemeinsam den „Kulturkeller“.
Ziel bei der Umsetzung des Projektes ist es, sozial benachteiligten Menschen Zugang zu Kultur zu bieten, der ihnen aus finanziellen Gründen oft verwehrt bleibt. Durch hohen persönlichen Einsatz wurde ein alter Großkeller zum Kulturkeller umgebaut. Mit zahlreichen Sitzmöglichkeiten, einer Bar und einem angenehmen Ambiente wurde ein alternatives Projektzentrum im Herzen der Stadt geschaffen. Mit dem Schwerpunkt Lesungen aber auch bei Podiumsdiskussionen, Diavorträgen und Filmvorführungen konnten zahlreiche Gäste begrüßt werden. Bislang wurden 14 Veranstaltungen durchgeführt.
Am Sonntag kam es dann zur Preisverleihung im Parteitagsplenum. Die Kuratoriumsvorsitzende, Heidemarie Wiecorek-Zeul, verkündete die verschiedenen Preisträger und Sachsen-Anhalt konnte zwei 2. Plätze gewinnen. Damit haben sowohl die Köthener als auch die Hallenser in ihrer jeweiligen Rubrik gewonnen und konnten somit für unseren Landesverband auf Bundesebene einen deutlichen Erfolg verbuchen.
