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28.11.2010

Der Winter steht vor der Tür

Winterreifen und Streusalz ... und jeder bereitet sich darauf vor. Die schwarz/gelbe Bundesregierung hat ihr Winterreifengesetz und die Stadt Köthen/Anhalt ihre Winterdienstsatzung.
Zwei unterschiedliche Regelungen, doch haben beide etwas gemeinsam: was der Eine muss, muss der Andere noch lange nicht !

Zuerst zur kommunalen Satzung. Die Stadt ist zur Abstumpfung ihre Strassen verpflichtet, natürlich mit Salz - Sand ist nicht erlaubt.

Die Bürger sind ebenfalls zur Streuung der Bürgersteige verpflichtet, natürlich mit Sand - Salz ist nicht erlaubt.

Sie wundern sich ? Dann lesen Sie weiter, es wird noch besser.

Dem Bürger ist das Steuen von Salz (außer bei extremer Glätte) verboten, da das Salz die Umwelt schädigt.
Die Stadt darf keinen Sand benutzen, da der, im Frühjahr wieder aufgekehrte, Sand so schadstoffbelastet ist, dass er als Sondermüll entsorgt werden müsste, weil er sonst die Umwelt schädigt (was beim gesalzenem Tauwasser scheinbar nicht der Fall ist, das erledigt sich von selbst - über die Kanalisation).

Zurück zum Winterreifengesetz der schwarz/gelben Bundesregierung.
Über den Sinn von Wintereifen braucht man nicht zu streiten, der ist allen klar.
Eigenartig ist nur, dass für den PKW der normalen Bürger Winterreifen auf allen Rädern vorgeschrieben sind, während LKW und Busse(ab 8 Sitzplätzen) diese nur für die Antriebsräder brauchen !

Es ist ja allseits bekannt, dass Antriebsräder bei starker Beschleunigung zum Ausbrechen neigen. Scheinbar passieren die meisten (Schul)Bus- und LKW-Unfälle genau aus diesem Grunde. Unsinnig anzunehmen, dass es bei diesen Fahrzeugen auch auf die Griffigkeit der gelenkten Räder ankommt !

Wenn Sie schon weder Hotel- noch Atomkraftwerksbesitzer sind, dann schaffen Sie sich doch wenigstens eine Stretchlimousine an. Mit (dann) nur 2 Winterrädern gehören auch Sie zu den Bevorzugten der CDU/FDP-Bundesregierung.
In Köthen/Anhalt können Sie mit dem Vehikel zwar trotzdem kein Salz, aber immerhin viel Eindruck streuen.

Fazit: Vor dem Gesetz sind alle gleich. Nur im Gesetz, da wird schon mal der eine oder andere bevorzugt !

B.S.
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